Startseite

Christen-Gemeinschaft?





Wo zwei oder drei
in meinem Namen
versammelt sind,
da bin JCh mitten unter ihnen.

Jesus Christus
Aus dem Evangelium des Matthäus, 18/20




Unser Zeitalter ist daran, die Magie der Gemeinschaft zu entdecken...
Und es ist in der Tat jede wirkliche Gemeinschaftsbildung
eine Art Geisterbeschwörung,
weil dadurch eine Kraft entsteht,
die größer ist als die Summe der Kräfte, die die Einzelnen besitzen ...
Das Christus-Wort: 'Wo zwei oder drei versammelt sind
in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen'
erleuchtet und erfüllt, gerade wenn man es im Blick
auf die 'Wiederkunft Christi' versteht, eine wichtigste Gegenwartstendenz.
Dieses Wort enthüllt ja die höhere Vollmacht der Gemeinschaft
gegenüber den Möglichkeiten, die der Einzelne besitzt.
Dabei dringt es allerdings, indem es die niedrigen Zahlen 'zwei oder drei' nennt,
mit stiller Energie auf die Echtheit und Substanz,
die nie durch die großen Zahlen propagandistischer Statistik zu ersetzen ist.

Wahre Gemeinschaftsbildung ist ein Mittel
zur Herbeirufung helfender göttlicher Kräfte,
sie ist schließlich ein Mittel zur Verwirklichung
des neuen Kommens Christi selbst.

Emil Bock, «Michaelisches Zeitalter»



Einen neuen Auftrag gebe ich euch:
Liebet einander!
Wie ich euch geliebt habe,
so sollt ihr einander lieben.
Daran sollen euch alle als meine Jünger erkennen,
dass ihr euch untereinander liebet.

Jesus Christus
Aus dem Evangelium des Johannes, 14, 34+35







Gemeinschaft bauen


Als Christen begegnen wir uns als Geschwister !




Es gibt manche Projekte
die - ob so proklamiert oder eben einfach tatsächlich gelebt -
Christen-Gemeinschaft
praktizieren
.

Auf dem Weg Christen-Gemeinschaft zu suchen, zu finden, zu leben
beeindrucken mich zwei Impulse:
Als Idee (konnte sich aber dann doch nicht realisieren) : Camphill
und (meiner Meinung) realisiert : Tempelhof




Beispiel TEMPELHOF



Der TEMPELHOF ist ein Öko-Dorf und eine interreligiöse, soziale Gemeinschaft
bei Crailsheim in Süddeutschland.
Weil sie als ein "Dorf inmitten unserer Gesellschaft" konzipiert ist,
sehe ich hier auch eine makrosoziale Alternative,
ein Beispiel wie man eben auch anders, zukunftsgemäß miteinander leben könnte !



Gemeinschaft
Verbindender Hintergrund unserer Vision ist der gemeinschaftliche Einsatz für das Wir,
um für jeden Beteiligten einen Raum zu gestalten,
in dem er seine persönlichen geistig-spirituellen und praktischen Wege gehen kann.
Durch ein bewusstes Ich, das seinen Platz einnimmt, kann ein gemeinsames Wir geschaffen werden.
So entsteht ein Raum der Stille und der Aktivität, offen für alle Weisheitstraditionen.

Vielfalt
Wir haben kein geistiges, politisches Dogma oder theoretische Glaubensvorgaben irgendwelcher Art.
Wir erkennen in dieser Vielfalt gleichzeitig - jeder auf seine Weise - eine geistige Wirklichkeit an,
die größer ist, als unsere ganz persönliche.

All-Leader
Wir versuchen die Fähigkeiten anderer und unsere eigenen anzuerkennen und mitzutragen.
Wir verbinden uns mit unseren Mitmenschen, ohne zu vergleichen und ohne zu bewerten,
in einem natürlichen Gefüge - das beweglich und lebendig sein darf.
Jeder Ausdruck hat Bedeutung und trägt uns bereits alle mit.
In diesem Bewusstsein wandelt sich Mangeldenken und Bedürftigkeit in Fülle.

Beziehungs- und Kommunikationskultur
Wir entscheiden uns, wirklich in Beziehung zu gehen.
Wir kommunizieren offen und aus dem Herzen heraus.
Wichtig sind uns achtsamer Umgang, Wahrhaftigkeit, Gewaltlosigkeit und Verbindlichkeit.
Uns ist bewusst, dass Worte und die Art ihres Ausdruckes Formen schaffen.
Wir haben daher eine sechsstufige Konsenskultur für Entscheidungen gewählt,
hören lieber zu, als auszuschließen und versuchen Inhalt auch stehen zu lassen, ohne ihn zu verändern.

Verantwortung
Geben und Nehmen stehen im Gleichgewicht.
Jeder trägt Verantwortung für sich und die Gemeinschaft.
Voraussetzung dafür ist die Bereitschaft zur Selbstreflexion.
In Achtung und Respekt vor der Schöpfung leben wir als Teil der Natur.
Unser Wirken verbindet Altes mit Neuem.

Ökonomische Transformation
Wir wollen, soweit möglich, solidarisch wirtschaften – für die Menschen.
Wir sehen Arbeit als Ausdruck unserer tiefen inneren Essenz, für- und miteinander.
Im Füreinander entwickelt sich unser soziales Sein, im Miteinander unsere Kraft und Kreativität.
Wir erkennen daher auch die wesentliche Bedeutung von sozialen und künstlerischen Projekten.
Geld soll lebendige und lebensfördernde Prozesse anregen
und nicht weiter Wertungs- und Bewertungssysteme stärken.
Wir wollen Grund und Boden wieder der Allgemeinheit zugänglich machen.

Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit: Wir streben nach einer nachhaltigen Lebensweise,
basierend auf der Ansicht, dass alle Menschen heute und in zukünftigen Generationen
den gleichen Anspruch auf Lebensqualität und Ressourcennutzung haben.
Wir suchen zukunftsweisende Wege zu nachhaltigen Formen der Fülle.




Spielregeln des Zusammenlebens
Diese gemeinsame Übereinkunft beschreibt,
in welcher Grundhaltung wir auf dem Tempelhof miteinander umgehen wollen.
Es ist ein lebendiges Dokument und zeigt einen Weg auf,
uns selbst, die Gemeinschaft und die Welt zu verändern und zu transformieren.

1. Persönliche Entwicklung:
Ich trage zur Erweiterung des menschlichen Bewusstseins, einschließlich meines eigenen Bewusstseins bei
und gebe mein Bestes alle persönlichen Einstellungen oder Verhaltensmuster,
die diesem Ziel nicht dienen, zu erkennen und zu verändern.
2. Kommunikationskultur:
Ich kommuniziere direkt, klar und ehrlich
durch offenes Zuhören, aufrichtiges Antworten, liebende Akzeptanz und Geradlinigkeit.
In der Öffentlichkeit und im Privaten verleumde oder erniedrige ich niemanden.
Bei Konflikten rede ich mit den Menschen direkt.
Ich bin bereit, andere um Unterstützung und Klärung zu bitten.
Über andere Menschen spreche ich so, wie ich mit ihnen auch direkt spreche.
3. Besinnung:
Ich erkenne an, dass alles was ich außerhalb meiner selbst wahrnehme
– jegliche Kritik, Irritationen oder Anerkennung – Reflexionen dessen sein können, was in mir vorgeht.
Ich bin bereit, zuerst in mein Inneres zu blicken, bevor ich mich mit anderen darüber auseinandersetze.
4. Verantwortlichkeit:
Ich übernehme die Verantwortung für meine Handlungen und Nicht-Handlungen.
Ich höre konstruktiver Kritik zu, gebe anderen wohlwollende Feedbacks in angemessener Form,
fördere und unterstütze sie in ihrer Entwicklung.
5. Gewaltlosigkeit:
Ich erkenne die Einstellungen und Wünsche Anderer an und übe weder Zwang noch Druck aus, diese zu ändern.
Ich schreite ein oder spreche es zumindest an, wenn ich den Eindruck habe,
dass mir oder anderen gegenüber in der Gemeinschaft missbräuchlich agiert
und/oder die Würde des Einzelnen angetastet wird.
6. Perspektive:
Ich übernehme die Verantwortung, meine persönlichen Angelegenheiten zum Wohle
und gerne auch mit Hilfe der Gemeinschaft aufzuarbeiten.
Ich löse alle persönlichen und geschäftlichen Konflikte sobald wie möglich.
Ich erkenne an, dass es eine weitere Perspektive als meine eigene
und es Fragen von größerer Tragweite geben kann,
als die, die mich unmittelbar beschäftigen.
7. Zusammenarbeit:
Ich erkenne an, dass ich in einer Gemeinschaft lebe
und dass diese nur durch meine Mitarbeit, meine Fähigkeit zur Kommunikation und zur Teamarbeit funktioniert.
Ich artikuliere meine Entscheidungen klar.
Ich kommuniziere mit den Menschen, die von meinen Handlungen und Entscheidungen betroffen sind
und höre ihre Ansichten mit Sorgfalt und Respekt an.
Ich akzeptiere, dass andere Entscheidungen treffen können, die mich betreffen
und respektiere die Sorgfalt, Integrität und die Weisheit,
die andere in ihren Entscheidungsprozess mit einfließen lassen.
8. Konfliktlösung:
Ich unternehme jegliche Anstrengungen um Streitigkeiten zu lösen.
Zu jedem Zeitpunkt bei einem Streitfall kann ich einen Beistand,
Freund, unabhängigen Beobachter oder Mediator hinzuziehen,
damit dieser der Angelegenheit beiwohnt.
Im Falle, dass ein Streit ungelöst fortdauert, kann ich um einen Schlichtungsprozess bitten.
Ich erkläre mich bereit, diesen Prozess anzuerkennen.
9. Verbindlichkeit:
Ich halte Vereinbarungen, die ich getroffen habe ein, breche keine Gesetze oder Spielregeln
und versuche nicht, diese zu umgehen;
ich verpflichte mich, mit allen Mitgliedern ehrlich umzugehen
und alle vereinbarten Kosten und Gebühren zu begleichen.
10. Generationenbewusstsein:
Ich gehe nachhaltig mit Ressourcen um.
Über mein eigenes Leben hinaus soll der Tempelhof ein wertvoller Lebensraum sein.
Ich habe ein offenes Herz und ein aufmerksames Ohr für Menschen aller Altersstufen
und gehe respektvoll mit ihren Anliegen um.
11. Commitment:
Ich stehe dafür ein, den hier formulierten Geist unseres Zusammenlebens in meinen Handlungen umzusetzen,
ihn mit all meiner Herzenskraft zu nähren und immer wieder aufs Neue zu beleben.




Klingt und ist das nicht spannend !?
Und auf jeden Fall vorbildhaft und zukunftsweisend !

Der Tempelhof ist eigentlich "voll" ...
Aber es muss ja nicht sooo groß sein ... und warum können nicht viele solche Initiativen entstehen ... ??
Ausbildung und tatkräftige Unterstützung würde man von den Freunden bekommen ...
Tja ... würde ......


Auf jeden Fall empfehle ich die Website von Schloss Tempelhof
http://www.schloss-tempelhof.de/
anzuschauen !
Dort findet sich auch Näheres zu den hier genannten Prinzipien.
Und auch die sehr zu empfehlenden Seminare zur Gemeinschaftsbildung! ... :-)











Eine ausgeprägte, ja bis an die alten Ordensregeln, über eine zeitgemäße Dreigliederung des sozialen Organismus,
anknüpfende und doch moderne Spiritualität
findet sich in dem anthroposophisch orientierten CAMPHILL-Impuls von KARL KÖNIG



Beispiel CAMPHILL


Die Geburt Christi
ist der Neubeginn der Schöpfung.
Das Mysterium von Golgatha
ist das Ende der alten Welt.
Menschen, die sich dazu bekennen,
sollten sich vereinigt fühlen,
in einem neuen Orden,
dem Orden der christlichen Güte. ...
Die Gemeinschaft und ihre Mitglieder
fühlten sich als Träger von Aufgaben,
die dazu beitragen sollten,
die Werke Christi auf Erden
Wirklichkeit werden zu lassen.»


Karl König - Begründer Camphills
aus den Memoranden, unveröffentlichte Manuskripte





Die Not unserer Zeit schreit nach menschengemäßer Gemeinschaft,
getragen vom Geist und der Praxis der Liebe.

Gerade als "Christen" haben wir eine ganz besondere Verantwortung,
Wege zeitgemäßer Gemeinschaftsbildung zu suchen und zu antworten...!
Für eine christliche Gemeinschaft ist die Pflege des Miteinanders und eines christlichen Kultus und Schulungsweges
ein wesentlicher Wurzelgrund.
Denn: «Liebet einander, so wie JCh Euch geliebt habe! ... »

Karl König war einer der wenigen Anthroposophen, die hier zur Tat schritten. Sie war revolutionär.
Ein «Orden der Barmherzigkeit» war sein Ziel, der Zeugnis von der Wahrheit des Christus-Impulses ablegen,
der Gefäß für ein religiöses Leben mit den Sakramenten sein sollte.
Und damit ein Stern im Dunkel der Zeitenwende, Orientierung für die Zukunft und gelebtes Christ-Sein;
ein Ort der Liebe ... und damit Christi Anwesenheit...


Camphill heute ist nicht mehr das Camphill der Gründungszeit.
Aber dieser Impuls bleibt ein Modell, der immer noch eine zeitgemäße, christlich-anthroposophische Antwort ist;
eine Herausforderung für alle christlich sozial Strebenden; so auch für uns.




Weil diese bedeutsamsten Darlegungen Karl Königs über die Gründungsimpulse,
die «Leitsterne» und «Säulen» dieses Zukunftsimpulses - meines Wissens - zur Zeit vergriffen sind,
folgend einige Auszüge - vielleicht etwas aus dem Zusammenhang - über das Streben,
die Leitsterne dieses Gemeinschafts-Impulses.
Vollständig findest Du den Impuls geschildert im Buch Gemeinschaft bauen - siehe unten ..





ora et lege et labora

neu gefasst


L E I T S T E R N E
auch für eine freie christliche Gemeinschaftsbildung


«Wir haben den anthroposophischen Sozial-Impuls als den christlichen Impuls für unsere Zeit kennen gelernt.
Wer nicht an den Menschen in jedem Menschen glaubt, der glaubt heute in Wahrheit nicht an den Christus.»
(Sigmund von Gleich)

« ... Dreigliederung ... Dieser Impuls ist, wie sich bereits an verschiedenen Stellen zeigte, ein manichäischer ...
den man nur gehen kann, wenn einem die Frage ' Was fehlt dir, Bruder? ' im Herzen brennt ...
dass das Soziale die Fortsetzung der Verchristlichung der Erde ist,
die mit dem Mysterium von Golgatha ihren Anfang genommen hat;
dass das Christus-Prinzip nur im Sozialen walten kann und darum die Erlösung der Erde
von unserem sozialen Wirken abhängt ... »
(Steiner / Brüll)

«In den Gesprächen mit Alfred Heidenreich ... stand noch die Gestalt eines Ordens vor Königs Seele:
die weltliche, spirituelle Kraft Camphills in ihrem Streben
nach der - von Rudolf Steiner so genannten - kosmischen Kommunion
als Gefäß für die Sakramente zu gestalten und umgekehrt der Einsetzung der Sakramente
einen schützenden irdischen Ort zu bereiten.»
(Müller-Wiedemann)

«Die Geburt Christi ist der Neubeginn der Schöpfung.
Das Mysterium von Golgatha ist das Ende der alten Welt.
Menschen, die sich dazu bekennen, sollten sich vereinigt fühlen, in einem neuen Orden,
dem Orden der christlichen Güte. ...
Die Gemeinschaft und ihre Mitglieder fühlten sich als Träger von Aufgaben,
die dazu beitragen sollten, die Werke Christi auf Erden Wirklichkeit werden zu lassen.»
(Karl König)

In den dunkelsten Stunden des letzten Jahrhunderts zog Karl König mit einigen Sinnesgenossen
- vertrieben von Hitlers Schergen - an den Rand Europas, nach Aberdeen in Schottland,
um dort einen «Orden der Barmherzigkeit» zu begründen,
um das Licht der Liebe zu retten,
indem sie die Heilpädagogik ergriffen und dem "unwerten" Leben Behinderter im Nazi-Deutschland
hier nun Zuflucht und Heimat in der Gemeinschaft «Camphill» boten..


Eine Christen-Gemeinschafts-Saat,
die mit ihren drei Leitsternen das alte mönchische Ideal

ora (bete)
et lege (lerne/studiere)
et labora (arbeite)

zukunftsgemäß michaelisch wandelte und damit den Wurzelgrund für eine spirituell tiefer greifende
christliche Gemeinschaft bereitete:
Bausteine für einen sozialen Sakramentalismus;

«...dann wird die Begegnung jedes Menschen mit jedem Menschen
von vornherein eine religiöse Handlung, ein Sakrament sein.»
(Rudolf Steiner )


LEGE
- « Der erste Leitstern
Der erste Leitstern ist die ' Schule universaler Weisheit ', von der Amos Comenius vor dreihundert Jahren träumte. ..
Wir versuchen immerzu, Geisteswissenschaft in unsere Arbeit einfließen zu lassen,
damit deren Resultate Zeugnis von der Wahrheit der Anthroposophie ablegen. ...

LERNEN Durch das Studium der gesamten Anthroposophie in allen ihren Aspekten
trägt die Camphill-Bewegung dazu bei,
dass die ' SCHULE DER WEISHEIT ' von Comenius ' Pansophia ' erbaut wird.


ORA - Der zweite Leitstern
Der zweite Leitstern der Camphill-Bewegung ist der Versuch von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf,
einen CHRISTLICHEN ORGANISMUS aufzubauen.

BETEN Indem die Camphill-Bewegung versucht, ein christliches Leben zu führen,
die christlichen Feste (und die kultischen Feiern/Sakramente) als heilige Regelung der Jahreszeiten einzuhalten
und den Christus-Geist als wahres Licht jeder Menschengemeinschaft zu erkennen,
möchte sie den Weg der ' Nachfolge Christi ' von Zinzendorf gehen.


LABORA - Der dritte Leitstern
Der dritte Leitstern, der über Camphill und der Bewegung leuchtet,
ist der Versuch einer neuen wirtschaftlichen Ordnung von Robert Owen.

So offenbart sich das innerste Geheimnis aller Arbeit :
Es ist LIEBE und nichts als endlose Liebe. Es ist die Liebe und Barmherzigkeit,
von der Paulus in den Korintherbriefen spricht.
ARBEITEN Durch die tägliche Arbeit an der Realisierung des sozialen Hauptgesetzes hilft die Camphill-Bewegung,
Owens 'ALLUMFASSENDE BARMHERZIGKEIT' zu verwirklichen. »

(Karl König)


«Überblickt man die in diesem Kapitel geschilderten Entwicklungen auf dem Wege zu einer sozialen Gestalt Camphills,
so kann deutlich werden, dass hier durch die soziale Gestaltungskraft Königs die im Templerorden
noch wirksame kosmisch-ätherische Substanz,
aus welcher Regeln und das Leben der Templer geflossen sind, umgewandelt wird in einen größeren Organismus,
in dem jeder in allen einzelnen Bereichen teilhaben kann.
Der trinitarische Grundstein der sozialen Bausubstanz dieses Organismus,
der bei der Weihnachtstagung 1923/24 durch Rudolf Steiner gelegt wurde, tritt deutlich in Erscheinung
und wird auch in der Zukunft in den Impulsen Königs leben.»
(Müller-Wiedemann)

«Wie ernst es König mit dem Sozialen war, zeigte sich an einem Wort,
das er bestimmt nicht nur mir (Dieter Brüll) allein anvertraute.
Auf meine Frage, worauf es ihm ankomme, auf das Heilpädagogische oder das Soziale, antwortete er klipp und klar:
' auf das Soziale '.
Er fügte noch hinzu: ' Wir waren eben Heilpädagogen und Ärzte. Wären wir Lehrer gewesen,
hätten wir eine soziale Schule gegründet. Irgendwie muss man ja, um das Soziale tun zu können,
an seine Existenz kommen. » (Dieter Brüll)


«Dass die geschichtliche Entwicklung andere Wege gegangen ist ,
ändert nichts an der Bedeutung dieses frühen, von König initiierten Schrittes,
insofern in ihm Keime zukünftiger sozialer Kulturgestaltung für einen historischen Augenblick
- vielleicht zu früh - zu Tage getreten sind. ... »
(Müller-Wiedemann)



Buchempfehlung :

GEMEINSCHAFT BAUEN
Karl König + Die Leitsterne Camphills

BoD-Verlag, Privatdruck
erhältlich über Volker Lambertz, Förderkreis Forum Kultus

(Hier finden Sie auch alle Nachweise zu den verschiedenen Zitaten
und des hier verwendeten Textes
und weitere Literaturhinweise.)












Wenn wir heute suchen,
nach einer verbindlichen Gemeinschaft von Christen,
nach einer aktiven, ÖKUMENISCHEN Ordensgemeinschaft,
die weltbekannt und eine weltweite Anziehung
und eben auch vor allem auf Jugendliche ausübt,
dann findet wir bei der
Communauté von Taizé



Beispiel TAIZE



Hier kann ein jeder Zuhause sein...
Hier wirst Du nicht gefragt aus welcher Konfession Du kommst...
Hier herrscht das gemeinsame Gebet,
vor allem in Form der weltbekannten (etwas melancholischen) Gesänge von Taize.
Das ist ein Minimalkonsens, dem jeder Christ folgen kann.
Und die Gespräche untereinander, mit den Brüdern..
das Wahrnehmen des DU
und die Frage nach der Quelle
und wie ich mein Christ-Sein praktisch umsetze,
wie ich die LIEBE denn lebe...



Pilgerweg des Vertrauens

Zu den Zielen der Communauté gehört es, mit jungen Erwachsenen (und für die Jugendarbeit Verantwortlichen) quer durch die Ortskirchen einen „Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde“ zu gehen, der sich der Bergpredigt Jesu von Nazaret in besonderer Weise verpflichtet weiß. Dabei werden gemeinsames Beten, Nachdenken über praktische Umsetzungsmöglichkeiten der Bergpredigt bis hin zu politischem Engagement auf unkomplizierte Weise miteinander verbunden.

Dieser Weg hat nicht die Gestalt einer fest organisierten Bewegung; vielmehr werden Jugendliche dazu aufgerufen, sich in ihrem Alltag für Frieden, Versöhnung in der Kirche und Vertrauen auf der Erde zu engagieren. Als Etappe auf diesem Pilgerweg werden seit 1978 zum Jahreswechsel mehrtägige Europäische Jugendtreffen mit bis zu hunderttausend Jugendlichen vorbereitet. Seit den 1980er Jahren finden in unregelmäßigen Abständen Treffen auf anderen Kontinenten statt. Seit 2006 finden auch Treffen außerhalb Europas statt.


Jugendtreffen in Taizé

Gleichzeitig treffen sich Woche für Woche mehrere Tausend, in den Sommermonaten und an Ostern teilweise bis zu 6000 Jugendliche in Taizé, um dort an den internationalen Jugendtreffen teilzunehmen. Der Gedanke dieser Treffen ist auch wieder in die Herkunftsländer der Besucher zurückgeflossen. Jeder Teilnehmer der Treffen ist eingeladen, im christlichen Glauben einen Sinn für das eigene Leben zu finden und sich darauf vorzubereiten, zu Hause Verantwortung zu übernehmen. Heute finden sich zahlreiche provisorische Gruppen, die auch außerhalb von Taizé in ähnlichem Stil Andachten und Gottesdienste feiern, beispielsweise in Form einer Nacht der Lichter.




Das Lebensengagement



Die untenstehenden Worte werden am Tag gesprochen,
an dem sich ein Bruder für das ganze Leben in der Communauté von Taizé engagiert.



Geliebter Bruder, wonach verlangst du?

Nach der Barmherzigkeit Gottes und der Gemeinschaft meiner Brüder.

Gott vollende in dir, was er begonnen.

Bruder, der du dich der Barmherzigkeit Gottes anvertraust,
denk daran, dass Jesus Christus deinem schlichten Glauben zu Hilfe kommt,
sich auf dich einlässt und für dich die Verheißung erfüllt:
Jeder, der um Christi und um des Evangeliums willen alles verlassen hat,
wird das Hundertfache dafür empfangen:
jetzt, in dieser Zeit, wird er Brüder, Schwestern, Mütter und Kinder erhalten, wenn auch unter Verfolgungen,
und in der kommenden Welt das ewige Leben.

Dies ist ein Weg entgegen aller menschlichen Vernunft, aber wie Abraham kannst du nur als Glaubender,
nicht als Schauender vorankommen, gewiss, dass, wer sein Leben um Christi willen verliert, es wieder finden wird.

Ziehe von nun an auf den Spuren Christi. Sorge dich nicht um morgen.
Suche zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit.
Gib dich ganz hin, verschenke dich, und in reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß
wird man dich beschenken.

Ob du wachst oder schläfst, bei Tag und bei Nacht, der Samen keimt und wächst, und du weißt nicht wie.

Dein inneres Leben soll dir kein trauriges Aussehen geben.
Salbe dein Haupt, wasche dein Gesicht, damit nur dein Vater, der im Verborgenen ist,
die Absicht deines Herzens erkennt.

Erhalte dich in der Einfachheit und in der Freude, der Freude der Barmherzigen, der Freude brüderlicher Liebe.

Sei wachsam. Musst du einen Bruder zurechtweisen, geschehe es zwischen dir und ihm allein.
Bemühe dich um menschliche Gemeinschaft mit deinem Nächsten.

Öffne dich voll Vertrauen. Du sollst wissen, dass ein Bruder beauftragt ist, dir zuzuhören.
Verstehe ihn, damit er seinen Dienst mit Freude versieht.

Der Herr Jesus Christus hat dich in seinem Erbarmen und in seiner Liebe zu dir dazu berufen,
in der Kirche ein Zeichen brüderlicher Liebe zu sein.
Er ruft dich auf, mit deinen Brüdern das Gleichnis des gemeinsamen Lebens zu verwirklichen.

Gib es fortan auf zurückzuschauen und, freudig aus unendlicher Dankbarkeit,
scheue dich nie, der Morgenröte vorauszueilen, um zu loben und zu preisen und zu rühmen
Christus, deinen Herrn.

Nimm mich an, Herr, und ich werde leben, und gib, dass ich voll Freude dich erwarte.

Geliebter Bruder, Christus ist es, dem du jetzt auf den Ruf antwortest, den er an dich richtet.

Willst du aus Liebe zu Christus dich ihm hingeben mit allem, was du bist?

Ich will es.

Willst du von nun an den Ruf Gottes in unserer Communauté erfüllen, in Gemeinschaft mit deinen Brüdern?

Ich will es.

Willst du mit deinen Brüdern zusammenleben, in materieller und in geistlicher Gütergemeinschaft,
in aller Offenheit des Herzens?

Ich will es.

Willst du, um besser verfügbar zu sein für den Dienst mit deinen Brüdern
und um dich ungeteilt der Liebe Christi zu schenken,
in der Ehelosigkeit verbleiben?

Ich will es.

Willst du, damit wir ein Herz und eine Seele sind und unsere Einheit sich voll verwirklicht,
die Entscheidungen der Communauté übernehmen,
die durch den Diener der Gemeinschaft zum Ausdruck gebracht werden,
und dabei daran denken, dass er lediglich ein armer Diener des Evangeliums ist?

Ich will es.

Willst du stets Christus in deinen Brüdern erkennen
und so über sie wachen an guten und schlechten Tagen, im Leiden und in der Freude?

Ich will es.

Daraufhin bist du um Christi und des Evangeliums willen von jetzt an Bruder unserer Communauté.

Dieser Ring sei das Zeichen unserer Treue im Herrn.




Diesen Ort wollte ich Dir
doch etwas ins Bewusstsein bringen,
da auch ich aktiv in der Liturgie einer Taize-Gruppe engagiert bin,
abgesehen davon, was ich in Taize direkt einbringen darf...

Weitere Infos findest Du in der Website von Taize :

http://www.taize.fr/de













-> Zum INHALT - Sitemap
-> Zur STARTSEITE

  Forum Freier Christen + FREIE überkonfessionelle CHRISTEN + Volker David Lambertz