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Taufe




Aus den Weiten des Himmels
kommende Menschenseele,
die du deinen Fuß
auf eine aus ihren Tiefen Wärme strahlende
und auf ihrer Oberfläche von Wind und Wasser
umtoste Erde setzest,
um dich in einem warmen, festen und flüssigen Leib
zu verkörpern,
hier das Rätsel des Daseins zu empfinden
und die erhabene Gottheit zu suchen und zu begreifen
- du betrittst den Schauplatz
von Wasser, Salz und Asche,
von strömender, formgebender und auflösender Bildekraft.
Eingetaucht und getauft wirst du,
ob du es weißt oder nicht,
in das dreifaltige Urgesetz dieses Gottessterns.
Nun lebe, erfahre das Schicksal der Erde
und wende dich
in deinem Dasein, deinem Wachsen und Werden
in Ehrfurcht zu Gott
dem Vater, dem Sohne und dem Heiligen Geiste.


Kurt von Wistinghausen






Taufe ?


Da stellt sich sofort die Frage:

Welche Taufe ?
Zweierlei Taufe !

Über zwei Jahrtausende hat auch die Taufe einige Wandlungen durchgemacht...



Johannes verkündigte:
Ich taufe euch mit Wasser,
ER aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen!

Markus 1, 8


Erwachsenen-Taufe


Im Ur-Christentum
war wohl das Bekenntnis zu Christus aus Erkenntnis im Vordergrund.
Durch das ursprüngliche Untertauchen im Wasser
wurde der Täufling "an die Schwelle" seines Bewusstseins geführt,
ähnlich wie in manchen alten Einweihungen,
und erfuhr an dieser Grenze die Wahrheit und Wirklichkeit Christi.
Das setzte natürlich den erwachsenen, reifen Menschen voraus.
Und dieses Tauf-Prinzip mit dem Bekenntnis-Schwerpunkt
finden wir heute in den christlichen Gemeinschaften, die weiterhin
die Erwachsenen-Taufe vertreten und praktizieren.

Im Kreis der Sieben Sakramente
kann ich die Erwachsenen-Taufe
- im Sinne von "Jeder Mensch ein Priester!" -
in dem Sakrament das die Katholische Kirche
als Priester-Weihe exklusiv blockierte sehen:
Als Christ konkret im Leben tatkräftig
meine Berufung, meine Geborgenheit, meine/Seine Liebe zu leben
und zu schenken ...
denn meine Berufung als Christ ist
die Liebe ...
Der Priester handelt verwandelnd sakramental,
nun wird das ganze Leben zum Wandlungsort,
sakramental, priesterlich ...

Eine Perspektive, die man/wir anschauen können ...
meiner Meinung die eigentlich wirkliche Taufe,
während die Neugeborenen-Taufe
ein Empfangskultus, eine Inkarnationshilfe ist :


Kinder-Taufe


Verdrängt wurde diese als die Kirche zur Masseninstitution und spätestens als sie Staatskirche wurde.
Da wurde die Taufe sogar Pflicht und z.B. in Afrika oder Südamerika hat man ganze Stämme umgebracht,
weil sie sich nicht taufen lassen wollten, bzw. wurden sie dazu gezwungen: Tod oder Taufe ...
Und so war es dann keine Frage mehr,
ob man durch die Taufe Be- und ERkenner des Christus werden wollte und wurde,
sondern, dass man den Machtstrukturen von Kirche und Staat - die ja meist engstens verflechtet waren -
verpflichtet und unterstellt war.
So war die Kinder-Taufe eher politische Absicht und wurde dann Gewohnheit und dann alternativlos.

Und entsprechend ist mit dem spirituellen Akt der Taufe - in den traditionellen Kirchen -
auch untrennbar der Rechtsakt der Aufnahme in ihre spezielle Kirche verbunden.



Was beinhaltet die Kinder-Taufe heute ?


Im Wesentlichen :

- Die An- und Aufnahme durch Gott, Christus in Seine Geist-Gemeinschaft.
- Die Aufnahme in die spirituelle Gemeinschaft der Christenheit.
- Die Aufnahme in die spirituelle Gemeinschaft einer bestimmten Konfession.
- Die Aufnahme in die Rechts-Gemeinschaft (Körperschaft des öffentlichen Rechts!)
einer speziellen Konfession.
- Die Namensgebung.
- Die Verpflichtung von / der Paten.
- weitere konfessionsspezifische Elemente, wie z.B. Taufkerze, Taufkleid, Salbung, Absage an den Teufel, ...

Und was wohl das Wesentliche ist:
eine Inkarnations- und Orientierungshilfe für das ICH des Kindes,
im Liebe-Strom des Christus,
der all das - als Gott!! - auch erlebte:
den Abstieg in einen Erden-Leib, das Mensch-Werden, Freud und Leid und Tot und Auferstehung ...
Es braucht oft Mut diesen Weg in dieser Welt heute zu gehen ...
"Gott hilft!"


Was meinst Du, bzw. was wäre für Dich das Wesentliche ? ...



Minimalkonsens


Es gibt also sehr viele verschiedene Ansichten,
was die Taufe sein soll
und so auch viele verschiedene Arten der Ausführung
dieses Sakramentes,
denn als solches wird es doch überall anerkannt.

Aber wann ist eine Taufe anzuerkennen ?
Was muss erfüllt sein,
damit eine Taufe in der gesamten Christenheit
als christliche Taufe anerkannt wird
(auch wenn das wohl dem Lieben Gott ziemlich egal sein wird,
ob der oder jener meint, dass dies oder jenes nicht anzuerkennen sei...
Die Geistige Welt hat da vielleicht doch noch andere Kriterien...)

Tatsächlich haben nach dem 2. Weltkrieg "die Kirchen"
im "Ökumenischen Rat der Kirchen" ( http://www.oikoumene.org )
einen Minimalkonsens gefunden:

Da für alle Christen / Kirchen die Bibel Maßstab ist,
wurde vereinbart, dass eine Taufe als "gültig" anzusehen ist,
wenn der "biblische Taufauftrag" verwendet wird.
Und der findet sich bei Matthäus 28, 18-19 :


Und Jesus trat zu ihnen und sprach:
Mir ist alle Gewalt übergeben im Himmel und auf der Erde.
Darum gehet hin und macht zu Jüngern alle Völker
und tauft sie
IM NAMEN DES VATERS UND DES SOHNES UND DES HEILIGEN GEISTES.


Wird diese "Formel" :
- die Anrufung der Dreieinigkeit
- die Hinzunahme von Wasser (durch Übergießen oder Untertauchen)
- und im würdigen Willen den Täufling in die Gemeinschaft des Christus aufzunehmen
vollzogen,
ist diese Taufe für (fast) alle Kirchen / Konfessionen als "gültig" anzuerkennen;

egal was ansonsten eine jede Kirche / Religionsgemeinschaft
aus ihrer Tradition oder Ansicht hinzunimmt,
egal ob die taufende Gemeinschaft dazu nur ganz bestimmmte Menschen berechtigt,
ob der Taufende ein "geweihter" "Priester" oder ein einfacher Christ ("Laie") ist.


( Probleme gibt es bei einigen Sekten - so leider !! auch mit der "Die Christengemeinschaft" -
die aufgrund ihrer Ansichten diese biblische Tauf-Formel nicht verwenden wollen,
oder eine Kindertaufe prinzipiell nicht anerkennen,
bzw. überhaupt die anderen Kirchen als unberechtigt ablehnen ... )

Sollte der Täufling irgendwann dann doch zu einer anderen Christen-Gemeinschaft übertreten wollen,
würden diese die ggf. "fehlenden" Teile hinzufügen, oder - selten
(wenn z.B. eine vollzogene Kindertaufe nicht anerkannt wird) -
die gesamte Taufe erneuern / wiederholen.



überkonfessionell - allgemein christlich


Merkmal unserer / meiner
"überkonfessionellen" Taufe
ist gerade, dass der Täufling NICHT
in eine BESTIMMTE Konfession gestellt / deren Mitglied wird !
Wir / ich stellen den Menschen in die allgemeine Christus-Gemeinschaft hinein.

Er gehört nicht einer speziellen Kirche, sondern nur dem Christus an.


Wenn er will,
kann er jederzeit aber auch einer bestimmten Kirche / Konfession beitreten.
Dort wird er (in der Regel) als getauft anerkannt.
Oft wird diese freie, überkonfessionelle Taufe aber nur als eine
"Nottaufe" gesehen,
weil für diese Kirche speziell für sie relevante Teile
- wie z.B. der rechtliche Eintritt in diese Kirche - fehlen..
je nach dem werden diese dann nachgeholt.

Ja, sie fehlen - bei uns, der Freiheit willen - absichtlich !



praktisch


Relevant ist aber für mich / uns was DEINE Vorstellung ist
und dass wir diese gemeinsam zu einem wirksamen Sakrament gestalten !

Auch wenn wir natürlich nicht in die Kompetenz einer anderen Kirche eingreifen können und wollen,
z.B. kann ich Dich nicht in die katholische Kirche aufnehmen ...
obwohl wir uns auch an bestimmte Ansichten anlehnen, sie auch übernehmen können
als auch mit Deiner Sicht übereinstimmend ... :
Alles muss ganz individuell angeschaut werden !

Und letztlich muss ich das von Dir Gewünschte auch mittragen, weil auch vollziehen können ...


Ein jedes Sakrament ist wie eine neue Geburt:
Du hast den Impuls, den Willen dazu,
wir gehen damit schwanger, setzen uns damit auseinander
und werden das Ergebnis umsetzen,

ohne Fremdbestimmung, sondern befeuert vom gemeinsamen Wollen,
das von DIR und DEINER Beziehung zur Geistigen Welt ausgeht ... !



Wo und wie
wir diese Feier gestalten,
da sind Eueren Gestaltungsträumen keine Grenzen gesetzt
(wenn Ihr das organisatorisch und finanziell handhaben könnt)!
Und es muss natürlich "erlaubt" sein ...


Siehe dazu auch den Beitrag: ANGEBOTE .




Unser Impuls als
FREIE CHRISTEN
spricht diejenigen an,
die sich nicht einer speziellen Kirche,
sondern direkt dem Christus unterstellen wollen.






( Ich bitte zu berücksichtigen,
dass auch das hier Vorgetragene auch nur
eine Ansicht ist : die meinige / unsrige
und: eine werdende ... ! )














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